Stundenlang auf dem Notfall – worauf warte ich?

Im Rahmen des Abschlusses zur diplomierten Expertin Notfallpflege NDS HF entstand eine Projektarbeit, die gemeinsam von Myriam Bucher (Spital Nidwalden), Lea Müller (LUKS Wolhusen) und Elin Rohrer (Notfallzentrum Luzern) erarbeitet wurde. Ziel des Projekts war es, Patientinnen und Patienten sowie Angehörige verständlich über die Triage und Gründe für mögliche Wartezeiten zu informieren und dadurch ein besseres Verständnis für Wartezeiten im Notfall zu schaffen.
Das Projekt wurde gemeinsam von Myriam Bucher vom Spital Nidwalden, Lea Müller vom LUKS Wolhusen sowie Elin Rohrer vom Notfallzentrum Luzern erarbeitet. Ziel war es, die Hintergründe der Triage sowie mögliche Gründe für Wartezeiten verständlich und anschaulich zu erklären.
Entstanden ist ein animiertes Erklärvideo, das den Ablauf auf dem Notfall einfach erklärt. Im Zentrum stehen die Triage nach dem Emergency Severity Index (ESI), deren Einfluss auf die Reihenfolge der Behandlung sowie weitere typische Ursachen für Wartezeiten. Das Video soll Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen helfen, die Priorisierung auf dem Notfall besser nachzuvollziehen.
Im Anschluss wurde das Video von Myriam Bucher gezielt auf die lokalen Gegebenheiten des Spital Nidwalden angepasst. Einen ersten öffentlichen Einsatz hatte das Erklärvideo an der Iheimisch, wo es am Stand des Spitals präsentiert wurde. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen zeigten deutlich, dass ein grosses Interesse an transparenter Information rund um den Notfall besteht.
Als nächster Schritt ist geplant, das Video künftig auch im Wartezimmer des Spital Nidwalden einzusetzen. Patientinnen und Patienten sowie Angehörige sollen dadurch bereits während ihres Aufenthalts einen verständlichen Einblick in die Abläufe auf der Notfallstation erhalten. Gleichzeitig soll das Verständnis für Priorisierungen gestärkt und das Notfallteam durch weniger Rückfragen entlastet werden.