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Intensivstation

Informationen für Angehörige

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Patientenbetreuung

Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation und Intermediate Care Station (IMC, Überwachungsstation) werden von speziell ausgebildeten Fachpersonen aus Medizin, Pflege, Physiotherapie und weiteren Disziplinen umfassend betreut und behandelt. Wir verfügen über moderne technische Hilfsmittel, die eine kontinuierliche Überwachung und Therapie ermöglichen.

Geräte wie Monitore, Beatmungsgeräte und Spritzenpumpen sorgen für eine lückenlose Kontrolle der Vitalfunktionen. Alarme, die gelegentlich ertönen, sind meist harmlos – etwa als Hinweis, dass ein Medikament gewechselt werden muss. Je nach Situation kann es zeitweise hektisch oder laut sein.

Wir beginnen möglichst früh mit Rehabilitationsmassnahmen, damit Patientinnen und Patienten ihre körperlichen, psychischen und sozialen Fähigkeiten erhalten oder wiedererlangen können. Dazu gehören eine individuell angepasste Schmerztherapie sowie das Erkennen und Behandeln von Ängsten und Stress. Der Einbezug von Angehörigen und Vertrauenspersonen ist ein zentraler Bestandteil unserer Betreuung.

Durch gezielte Pflegetechniken wie Basale Stimulation und Kinästhetik sowie durch hohe Fachkompetenz schaffen wir eine solide Grundlage für eine Betreuung auf höchstem Niveau. Patientinnen, Patienten und ihre Angehörigen werden dabei individuell in ihrer aktuellen Situation begleitet. 

Besuchshinweise

Als Angehörige tragen Sie wesentlich zur Unterstützung und zum Wohlbefinden der Patientin oder des Patienten bei. Der Austausch mit Ihnen ist uns wichtig, und wir möchten Sie auch in herausfordernden Situationen bestmöglich begleiten.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie der Patientin oder dem Patienten während des Aufenthalts beistehen können. Bitte berücksichtigen Sie dabei unsere Besuchshinweise.

Aus hygienischen Gründen bitten wir Sie, auf das Mitbringen von Blumen auf die Intensiv- und Überwachungsstation zu verzichten.

Angehörigentelefonat

Der Aufenthalt auf der Intensivstation oder Intermediate Care Station (IMC, Überwachungsstation) kann viele Fragen aufwerfen. Vielleicht sind Sie unsicher oder wünschen regelmässige Informationen zum Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten, ohne aktiv danach fragen zu müssen.

Wir bieten Ihnen ein tägliches Telefongespräch an:

  • Bestimmen Sie eine Bezugsperson innerhalb des Familien- oder Freundeskreises.
  • Wir vereinbaren mit der Bezugsperson einen Zeitpunkt für ein tägliches Telefongespräch.
  • Die betreuende Pflegefachperson ruft Sie als Bezugsperson täglich zur vereinbarten Uhrzeit an. (+/- 30 Minuten)
  • Sie erhalten Informationen über den aktuellen Gesundheitszustand und über bevorstehende Untersuchungen der Patientin oder des Patienten.
  • Als Bezugsperson geben Sie die erhaltenen Informationen an Familienmitglieder, Freundinnen, Freunde und Bekannte weiter.

Patiententagebuch

Viele Patientinnen und Patienten können sich nach ihrem Aufenthalt in unserer Klinik nur eingeschränkt oder gar nicht an diese Zeit erinnern. Dieser Erinnerungsverlust kann auch nach dem Spitalaufenthalt belastend sein.

Als Angehörige haben Sie die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Behandlungsteam den Aufenthalt zu dokumentieren – zum Beispiel in Form von kurzen Berichten über Behandlungsfortschritte, mit Fotos, Zeichnungen, Gedichten oder anderen persönlichen Beiträgen. Damit unterstützen Sie die Patientin oder den Patienten dabei, die Erlebnisse später besser zu verstehen und zu verarbeiten.

Wenn sich ein längerer Aufenthalt auf der Intensivstation abzeichnet, besprechen wir gerne mit Ihnen die Möglichkeiten und den Einsatz eines Patiententagebuchs im Detail.

Was Sie für sich selbst tun können

Für nahestehende Personen einer Patientin oder eines Patienten auf der Intensiv- oder Überwachungsstation ist es besonders wichtig, auch auf das eigene Wohlbefinden zu achten. Folgende Empfehlungen können Sie dabei unterstützen:

  • Nehmen Sie sich bewusst Zeit für sich selbst und teilen Sie Ihre Kräfte gut ein. Die Patientin oder der Patient ist in dieser Zeit bei uns bestens versorgt.
  • Achten Sie darauf, regelmässig zu trinken, zu essen und ausreichend zu schlafen.
  • Nehmen Sie Unterstützung aus Ihrem Familien- und Freundeskreis an.
  • Personen aus Ihrem Umfeld möchten möglicherweise ebenfalls informiert werden. Das kann belastend sein. Bestimmen Sie eine Vertrauensperson, die Informationen für Sie weitergibt, oder informieren Sie Ihr Umfeld periodisch schriftlich, wenn Sie dies entlastet.
  • Führen Sie ein persönliches Tagebuch oder schreiben Sie Ihre Gedanken ins Patiententagebuch. Das Festhalten von Erlebnissen und Sorgen kann helfen, die Situation besser zu verarbeiten.