LUKS Gruppe setzt auf starke Pflege und gute Arbeitsbedingungen

Während in Bern am 22. November das Gesundheitspersonal aufgerufen ist, für bessere Arbeitsbedingungen auf die Strasse zu gehen, zeigt die grösste Spitalgruppe der Zentralschweiz, dass sie Veränderungen längst angestossen hat: Mit der 2022 gestarteten Initiative «Magnet LUKS Gruppe – Spitäler mit Anziehungskraft» wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die dem Fachkräftemangel entgegenwirken, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben verbessern und die Bindung ans Unternehmen erhöhen. Damit setzt die LUKS Gruppe, die aus dem Luzerner Kantonsspital mit Standorten in Luzern, Sursee und Wolhusen sowie dem Spital Nidwalden in Stans besteht, zugleich die Anliegen der Pflegeinitiative um.
Spürbare Verbesserungen im Pflegealltag
«Wir teilen die Anliegen vieler Pflegefachpersonen», sagt Michael Döring, der als Chief Nursing Officer (CNO) den Bereich Pflege und Soziales der LUKS Gruppe leitet. «Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren zahlreiche Massnahmen eingeführt, die den Alltag in der Pflege spürbar verbessern – von neuen Laufbahnmodellen über höhere Zulagen bis hin zu zusätzlichen Kita-Plätzen.»
Zentral für den Erfolg ist die direkte Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden. In internen Arbeitsgruppen haben Pflegefachpersonen gemeinsam mit Führungskräften und dem HR-Team neue Ideen erarbeitet. Dieser partizipative Ansatz sorgt dafür, dass die Massnahmen dort ansetzen, wo sie im Berufsalltag gebraucht werden.
Passende Rahmenbedingungen für alle Lebensphasen
Einer der Schwerpunkte der Initiative ist die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Um kurzfristige Einsätze zu erleichtern, wurden etwa zusätzliche Kita-Plätze, sogenannte Springerplätze, geschaffen. Diese können bei spontanem Einspringen genutzt werden. Zudem wurde die Möglichkeit eingeführt, fünf oder zehn zusätzliche Ferientage zu kaufen. Dieses Modell findet besonders bei Mitarbeitenden mit Betreuungspflichten grossen Anklang. Ein erweitertes Nachttaxi-Angebot gewährleistet einen sicheren Heimweg der Mitarbeitenden, die ausserhalb eines definierten Sperrkreises wohnen.
Auch die finanziellen Rahmenbedingungen wurden verbessert: «Wir haben innerhalb der LUKS Gruppe die Zulagen für Spät-, Nacht- und Wochenenddienste erhöht und für kurzfristiges Einspringen eine Zeitgutschrift von 60 Minuten eingeführt. Bereits seit 2021 gilt zudem die Umkleidezeit als Arbeitszeit. Hierfür werden täglich zehn Minuten gutgeschrieben», erklärt Eveline Erne, Chief Human Resources Officer (CHRO) und Mitglied der Geschäftsleitung der LUKS Gruppe.
Attraktive Laufbahnmodelle auch für ältere Fachkräfte
Mit überarbeiteten Laufbahnmodellen in den Bereichen Pflege, OP und Rettungsdienst bietet die LUKS Gruppe Perspektiven für die fachliche und persönliche Weiterentwicklung. Die Modelle fördern gezielt Talente und ermöglichen individuelle Karriereschritte – von der Fachvertiefung bis zur Führungsverantwortung.
Ein besonderes Augenmerk gilt dabei auch der Erfahrung älterer Fachkräfte: «Mit unserem Programm ‹Silver Experts› wollen wir gezielt Kolleginnen und Kollegen ansprechen, die gerne über das Pensionsalter hinaus tätig bleiben möchten», sagt Eveline Erne. Wer weiterarbeiten wolle, könne unter anderem von fixen Arbeitstagen oder reduzierten Schichten profitieren. Hinzu kämen jährliche Gesundheitschecks sowie – je nach Pensum – ein Halbtax oder Generalabonnement. «Mit den ‹Silver Experts› können wir wertvolles Know-how bei uns im Unternehmen erhalten und jüngere Teams profitieren von der Erfahrung ihrer Kolleginnen und Kollegen», ergänzt CNO Michael Döring.
Um den Beruf weiter zu modernisieren, testet die LUKS Gruppe darüber hinaus verschiedene neue Arbeitszeitmodelle. Dazu gehören etwa Pilotprojekte zu Schichtmodellen, die in enger Zusammenarbeit mit den Teams entwickelt wurden und bereits in ausgewählten Bereichen laufen. Sie sollen die Zufriedenheit mit den Dienstplänen erhöhen und den Mitarbeitenden mehr Mitgestaltung ermöglichen.
Mit dem Unit-Pflege-Modell wird ferner ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der Abläufe und Verantwortlichkeiten klarer definiert. In immer mehr Abteilungen wird ausserdem mit einer automatisierten Dienstplanung gearbeitet, was die Transparenz erhöht und die Arbeitsplanung verbessert.
Mitarbeitende fühlen sich gesehen
Die Ergebnisse der Magnet-Initiative sind in den Spitälern der LUKS Gruppe spürbar. In vielen Bereichen sind die Pflegestellen weitgehend besetzt. Auch die Rückmeldungen aus den Teams zeigen, dass die Massnahmen gut ankommen. «Viele Mitarbeitende sagen uns, dass sie sich gesehen fühlen und dass sie spüren, dass wir ihre Arbeit ernst nehmen», sagt Eveline Erne. Gleichzeitig würden auch kritische Stimmen ernst genommen: «Wir schauen uns Rückmeldungen an und passen sie dort an, wo es sinnvoll ist.» Wichtig bleibe, dass das Gesamtpaket der Magnet-Massnahmen kontinuierlich weiterentwickelt und gemeinsam mit den Teams verbessert werde, so Eveline Erne weiter.
«Die Pflege ist das Rückgrat unseres Gesundheitswesens», betont auch Michael Döring. «Wir können die Situation nur gemeinsam verbessern. Mit unserer Magnet-Initiative schaffen wir Arbeitsbedingungen, die den Beruf attraktiv machen – sowohl für heutige als auch für künftige Generationen.»